Die Idee
Keine Kleinen vergessen
Nicht heilbar, chronisch kranke Kinder, insbesondere mit frühkindlichem Hirnschaden, Muskelschwäche, Krebserkrankungen, genetischen Defekten, schweren anhaltenden Ernährungsstörungen, benötigen neben der medizinischen Basisversorgung eine besondere Betreuung. Diese ist durch eine gezielte Schmerztherapie und eine individuell ausgerichtete Ernährungstherapie sowie eine zusätzliche pflegerische, psychologische, pädagogische und seelsorgerische Ausrichtung geprägt.
Bei all diesen jungen Patienten verschlechtert sich das Entwicklungspotential in unterschiedlicher Ausprägung und konfrontiert sie mit Funktionseinbußen. Die Kinder werden schwächer, sind im Alltag noch weniger belastbar und zunehmend bettlägerig. Die Ernährung wird immer komplizierter. Viele Kinder haben erst phasenweise und dann anhaltend zunehmende Kreislaufschwierigkeiten und Atemstörungen. In der Endphase benötigen einige Kinder dauerhaft Schmerzmedikamente, viele müssen künstlich ernährt werden; auch kann eine künstliche Beatmung notwenig sein.
All das ist für die Familie eine unvorstellbare Belastung. Emotional, aber auch körperlich wird die Pflege zur Herausforderung. Und das 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Die Insel Tobi bietet betroffenen Familien eine Auszeit von diesem Pflegealltag. Während wir die erkrankten Kinder liebevoll bei uns betreuen und umsorgen, können die Familien sich eine Auszeit nehmen. So haben die Eltern mal wieder Zeit für sich als Paar. Oder aber für die gesunden Geschwisterkinder, die ihre Eltern auch mal für sich alleine brauchen. Während der Rest der Familie auftankt, machen die erkrankten Kinder bei uns Urlaub. Die Insel hat drei Zimmer, einen großen Gemeinschaftsraum, einen Snoezelenraum und im Bedarfsfall auch ein Elternzimmer. Wir unternehmen Ausflüge, zum Beispiel in den Tiergarten oder in den Zoo, ins Fußballstadion, auf den Markt. Unsere Highlights sind ein nagelneuer kleiner Spielplatz mit einer Doppelschaukel und einem Rollstuhlkarussell direkt an der Insel Tobi und ein Rollstuhlfahrrad. Mit dem Spielplatz haben wir noch mehr Raum für Lieblingsplätze und mit dem Fahrrad können wir mit einem Kind und seinem Rollstuhl kleine Fahrradausflüge machen. Unsere Kids haben einen riesen Spaß daran.
Die finanzielle Belastung der Familien ist durch die Erkrankung des Kindes enorm hoch. Und wenn sie dann eine Ersatzpflege in Anspruch nehmen um durchzuatmen und neue Kraft zu tanken, führt der Aufenthalt des Kindes in einer Kurzzeitpflegeeinrichtungen zu einer Kürzung des Pflegegelds. Wenn das finanziell tragbar ist, ist alles gut. Aber was, wenn nicht? Dann wird die Auszeit vom Pflegealltag zum Luxusgut, das sich nicht jeder leisten kann. Unsere Familien – und erst recht die alleinerziehenden Mütter – können sich das nicht leisten. Deshalb arbeiten wir anders. Wir sind ein gemeinnütziger, eingetragener Verein und deutschlandweit die einzige Einrichtung, bei der ein Aufenthalt nicht zu einer Pflegegeldkürzung der Familien führt. Damit wir eine Hilfe für die betroffenen Familien sind. Unbürokratisch und unkompliziert.
100% Spendenfinanziert. 100% für die Kinder.